Längs- und Rundräumer

Karo Anlagenbau liefert die sogenannten Räumerbrücken ausschließlich als Vollwand-Brückensysteme aus eigener Fertigung: die Brückenwangen werden aus gekanteten Blechen hergestellt, in die bereits per Laserverfahren alle notwendigen Anschlussbohrungen und die rautenförmigen Ausschnitte – das Markenzeichen Karo Anlagenbau - eingebracht sind. Die obere Umkantung der Gurte stellt den Handlauf dar, die Seitenwangen werden über eingeschweißte Beulsteifen ausgesteift. Das Tragsystem zur Aufnahme der Bedienebene (Gitterroste) wird aus Profilsstählen im Quer- und Diagonalverband hergestellt und in die Wangen eingeschweißt.
Das Fahrwerk zur Aufnahme der Rad- und Lagersätze wird aus dickwandigen Profilrohren geschweißt und unter der Brücke angeschraubt.

Karo Anlagenbau stellt sowohl „Längsräumer“ her, die auf längs durchströmten Absetzbecken fahren, als auch „Rundräumer“ für den Betrieb auf kreisrunden Vor- oder Nachklärungen; letztere werden in der Regel zentrisch gelagert (Drehkranz) und außen angetrieben.

Bei den Verfahren, den abgesetzten Bodenschlamm wieder zurückzuführen, unterscheidet man Schildräum- und Saugräumsysteme:
Bei Schildräumern wird der Bodenschlamm in Rundbecken über gelenkig an der Brücke abgehängte und nachgeschleppte Räumschilde zum Schlammtrichter geschoben.
Bei Saugräumern wird der Bodenschlamm über „Saugrohre“ durch hydrostatischen Überdruck in Sammelschächte an der Brücke gefördert, um dann über Pumpen oder Heberrohre z. B. in die Belebung zurückgeführt zu werden.

Karo Anlagenbau konstruiert und liefert diese Räumsysteme wie auch die Kombinationen aus diesen Verfahren.

Während bei den Schildräumern in Rundbecken das Sammeln des Bodenschlammes nur mechanisch erfolgt, wird bei Absetzbecken in Rechteckform, die längs durchflossen und geräumt werden, in der Regel das Schild mit einem Elektro-Antrieb ausgerüstet. Da in Längsbecken kein kontinuierlicher Räumbetrieb über Schildräumer möglich ist, wird das Bodenschild zu Beginn der Räumfahrt über die Elektrowinde herabgelassen, um es am Ende wieder für die Rückfahrt bis zum Erreichen der Ruhestellung anzuheben.